Fast drei Stunden in extremer Hitze: Wolffs Wille siegt über den Körper
Vivian Wolff kämpfte sich mit ihrem dritten Dreisatzsieg in Folge ins Finale der LADIES OPEN Amstetten. Foto: EZ_tennispics
Vivian Wolff steht im Finale der LADIES OPEN Amstetten powered by SPORTLAND Niederösterreich. Die für die USA spielende 27-Jährige setzte sich im Halbfinale bei extremer Hitze gegen die Spanierin Alicia Herrero Linana mit 4:6, 7:6(5), 6:4 durch und erreichte damit das bislang größte Finale ihrer Karriere. Nach den Dreisatzsiegen gegen Ida Wobker und Julia Grabher setzte sich Wolff damit bereits zum dritten Mal in Folge über die volle Distanz durch.
Erneut über die volle Distanz
Der erste Satz war von zahlreichen Breaks geprägt. In den entscheidenden Momenten agierte Herrero Linana jedoch konsequenter, während Wolff zunächst nicht richtig zu ihrem Spiel fand. Die Spanierin nutzte ihre Chancen und sicherte sich den ersten Durchgang mit 6:4.
Der zweite Satz verlief deutlich ausgeglichener. Beide Spielerinnen hielten nun häufiger ihren Aufschlag, ehe die Entscheidung im Tiebreak fiel. Dort behielt Wolff die Nerven und glich mit einem 7:5 im Tiebreak aus.
Herreros aufholjagd blieb unbelohnt
Die hochsommerlichen Temperaturen machten das Halbfinale zu einer enormen körperlichen Herausforderung für beide Spielerinnen. Im dritten Satz schien die Begegnung zunächst überraschend entschieden: Obwohl viele Zuschauer nach dem Satzverlust und dem Spielverlauf bereits mit einem Sieg von Herrero Linana in zwei Sätzen gerechnet hatten, zog Wolff plötzlich auf 5:0 davon.
Doch die Spanierin gab sich nicht geschlagen und kämpfte sich mit vier Spielgewinnen in Folge noch einmal auf 4:5 heran. Beide Spielerinnen waren in der extremen Hitze sichtlich am Ende ihrer Kräfte. Viele Games gingen über Einstand, die Fehler häuften sich und bis zum Schluss war nicht abzusehen, wer die körperliche Belastung besser verkraften würde.
Erst im dritten Versuch gelang es Wolff schließlich, die Partie auszuservieren. Nach ihrem bislang größten Karriereerfolg meinte sie im On-Court-Interview, es war letztlich ein Sieg des Willens über den Körper.
Mit den Dreisatzsiegen gegen Ida Wobker, Turnierfavoritin Julia Grabher und nun auch Herrero Linana hat Wolff in Amstetten eindrucksvoll ihre Nervenstärke unter Beweis gestellt. Am Sonntag kämpft die US-Amerikanerin gegen Teodora Kostović um ihren ersten Titel auf W100-Ebene.

